Josef

9. Oktober twentytwenty, 17:00 Uhr
Im Schlossgarten, 56626 Andernach

Josef Marschall

Dem Vergänglichen trotzen!

Josef Marschall

Wer den österreichischen, in Remagen bei Bonn lebenden Komponisten, Synthesisten und Produzenten Josef Marschall kennt, der weiß, dass er nicht auf die kurzlebige Verführungskraft des Zeitgeistes reagiert, sondern im Gegenteil nach dem Bleibenden sucht, das dem Vergänglichen trotzt. Mit der Einspielung/Adaption “The Planets” von Gustav Holst für zwölf Synthesizer gibt er uns ein Beispiel seiner Schaffenskraft.

Der musikalische Werdegang

Josef Marschall, geboren 1962 in Wien, ist Komponist, Pianist, Keyboarder und Jazz-Pianist mit diversen Soloprojekten und Live-Konzerten. Seit 1992 als TV-Filmmusikkomponist und Sounddesigner und Produzent tätig, Tonstudio in Remagen bei Bonn.
Ersten Klavierunterricht erhielt er mit fünf Jahren, bereits ein Jahr später die Aufnahme bei dem weltberühmten Knabenchor die “Wiener-Sängerknaben”. Weitere Stationen: Mit 15 Jahren Hochbegabten-Studienplatz an der Musikhochschule Graz-Oberschützen, Kirchenorgel, Musikhochschule Graz, Komposition, Stipendiat Prof. A. Dobrowolsky, Konservatorium der Stadt Wien, Jazz / Klavier/ Prof. Roland Batik.
Soloprojekte/ Vertonung/ Die Stundenbücher/ R.M.Rilke /Live Konzerte

Zu seinem Projekt „Die Planeten“ schreibt Josef Marschall:
Der Reiz, einen “Bildersturm” auch musikalisch zu inszenieren und klassische Literatur der Musikgeschichte im zeitgenössischen Klangerlebnis elektronischer Musik zu “reformieren“, war für mich die Initialzündung zu einem einzigartigen Projekt. In dessen Zentrum steht die elektronische Uraufführung von Gustav Holsts spätromantischer Komposition „Die Planeten“. Ich adaptierte die siebenteilige Suite für großes Orchester und arrangierte sie für zwölf Synthesizer. Die Suite fasziniert in ihrer musikalischen Tiefe, die im Gewand der Planeten die großen Existenzfragen des Lebens zum Klingen bringt. In der sensiblen Interpretation entfaltet diese Komposition ganz eigene Ausdruckskraft, die sich erst in einem ihrem spirituellen Inhalt entsprechenden Resonanzraum vollends entfaltet.“

Aus der Presse:

Zum ersten Mal live aufgeführt hat Josef Marschall das Werk am 10. Juni 2017 auf Einladung des Fördervereins der Kirche St. Martin in Linz am Rhein. Ein Auszug aus der Pressemeldung: “Mars – der Kriegsbringer, Venus – die Friedensbringerin, Merkur – der geflügelte Bote, Jupiter – der Bringer der Fröhlichkeit, Saturn – der Bringer des Alters, Uranus – der Magier, Neptun – der Mystiker. Die Lichteffekte, die diese Werke untermalten, reichten bis in die höchsten Höhen über dem Altarraum. Es herrschte atemlose Stille und dann frenetischer Applaus… Jeder spürte, das Josef Marschall nicht nur einen unfassbaren körperlichen, geistigen und musikalischen Einsatz geleistet, sondern seine ganze Seele in sein Konzert der „electronic manoeuvres“ gelegt hatte.”